für jan – ich musste bei dich denken, als ich den protagonisten vor mir sah.
es gibt nicht mehr vieles, das deine aufmerksamkeit für eine zeitspanne von mehr als fünf minuten fesseln kann. zwar existieren noch fragen und aufgabenstellungen, die dich aus schulischem und somit vermeintlich edukativen motiven zu interessieren haben, die aber nicht mehr als dein pflichtbewusstsein zu wecken vermögen, wobei diese pflicht nur ein nett ausgedrückter blumig-ausführlich begründeter zwang ist. wüsstest du nicht, dass du für die erfüllung deines berufswunsches ein studium brauchst, beendetest du die schule lieber heute als morgen.
du willst alles ganz genau wissen, seit du sprechen kannst, hakst du immer nach, gehst allen fragen, antworten und aussagen auf den grund. in frühen jahren, als deine eltern noch stolz auf dich waren, als du noch klein warst und putzig, wie sie sagten, nannten sie dich bei freunden und verwandt stolz wissbegierig und ein aufgewecktes kerlchen, doch die letzten worte, die sie über dich verloren, waren andere: undankbar seiest du, nicht zufrieden zu stellen und schwul und nicht mehr ihr sohn. (weiterlesen…)